• Katharina vom 14er Öle Team

Was sind Fettsäuren?

Aktualisiert: 9. Jan.

Fettsäuren sind organische Säuren, die aus einer Kohlenwasserstoffkette und einer COOH-Gruppe bestehen. Sie sind verantwortlich für die Eigenschaften eines Fettes. Der Wissenschaft sind über 300 Fettsäuren bekannt.



Fettsäuren werden eingeteilt in 3 Gruppen:

  • gesättigte Fettsäuren

  • ungesättigte Fettsäuren

  • Trans Fettsäuren

gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren sind für den Menschen nicht essentiell, das heißt der Körper kann sie selbst aus anderen Nahrungsinhaltsstoffen wie Glukose (Zucker) oder Eiweißen herstellen.

Bei ihnen ist die Länge der Fettsäureketten ausschlaggebend für die Verdaulichkeit.


Kurz- und mittelkettige gesättigte Fettsäuren verbrennt der Körper zur Energiegewinnung, langkettige Fettsäuren werden vom Körper benutzt, um die Stabilität der Zellmembran aufzubauen.


Gesättigte Fettsäuren sind wasserunlöslich und haben die Tendenz Kristalle zu bilden, weiters machen sie Blutplättchen "klebrig", so dass diese dazu tendieren, zusammenzuklumpen und die Arterien zu verstopfen.


Sie kommen in tierischen und pflanzlichen Fetten vor, sind nahezu unempfindlich gegen Licht, Sauerstoff und Wärme, lange haltbar und hitzestabil.


Lebensmittel mit hohem Anteil gesättigter Fettsäuren

  • Kokosöl

  • Palmöl

  • Butter

  • Schlagobers

  • Fleisch

  • Wurst



Ungesättigte Fettsäuren

Ungesättigte Fettsäuren haben eine oder mehrere Doppelbindungen und unterscheiden sich daher in:

  1. einfach ungesättigte Fettsäuren

  2. mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Die Länge sowie die Zahl der Doppelbindungen in den Fettsäuren sind für den Wert eines Fettes als Lebensmittel von großer Bedeutung. Doppelbindungen sind besonders labil, reagieren daher leicht im Gegensatz zu den reaktionsträgen, gesättigten Fettsäuren.


Je höher die Anzahl der Doppelbindungen, desto instabiler ist die Kette und niedriger der Schmelzpunkt, deshalb reagieren mehrfach ungesättigte Fettsäuren sehr empfindlich auf Licht, Wärme und Sauerstoff.


Ungesättigte Fettsäuren spielen für die Zell-Atmung eine entscheidende Rolle. Ohne diese Fettsäuren kann das Atmungsenzym nicht funktionieren und der Mensch würde selbst in sauerstoffreicher Luft ersticken.





einfach ungesättigte Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper bei Bedarf aus gesättigten Fettsäuren selbst herstellen.

Sie sind im Vergleich zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren viel stabiler gegenüber Licht, Sauerstoff und Wärme.


Öle, die einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren haben, sind länger haltbar und zum

Kochen und Braten besser geeignet. Ein wichtiger Vertreter dieser Fettsäuren ist die Ölsäure.


hoher Ölsäuregehalt --> zum Braten und Frittieren geeignet


mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind Bausteine für viele Zellen unseres Körpers. Sie sind essentiell

für uns Menschen, das heißt, sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.


Zu den bekanntesten mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören:

  • die Linolsäure (Omega 6 Fettsäure)

  • die Alpha-Linolensäure (Omega 3 Fettsäure)

  • die Gamma-Linolensäure (Omega 6 Fettsäure)




Trans-Fettsäuren

Ungesättigte Fettsäuren können sich durch chemische Härtung oder starke Hitze von der natürlichen Cis- in die unerwünschte Trans-Form verwandeln.


Diese können vom Körper nicht verwertet werden und behindern dadurch die Aufnahme wichtiger Nährstoffe. Trans-Fettsäuren erhöhen den "schlechten" Cholesterinwert (LDL) und daher das Risiko auf Herzerkrankungen.


Trans-Fettsäuren können auf 3 Arten entstehen:

  • bei der Härtung von Pflanzenölen zur Herstellung von Margarine

  • durch Bakterien im Pansen von Wiederkäuern

  • beim Erhitzen und Braten von ungesättigten Fettsäuren bei Temperaturen ab etwa 130 °C

Der menschliche Körper benötigt bis zu sechzig Tage, um die Hälfte der aufgenommenen Trans-Fette abzubauen, bei der Cis-Form dauert es nur achtzehn Tage.


In welchen Lebensmitteln sind Trans-Fettsäuren vermehrt enthalten?

  • in vielen Fertiggerichten

  • Pommes frites

  • Margarine

  • Backwaren wie Muffins, Keksen, Schokoladen, Gebäck

  • Tiefkühlpizzen

  • Eis

  • Milchprodukten

  • fetthaltigem Fleisch von Rind und Schaf







Literatur:

Handbuch der Pflanzenöle für Praxis, Wellness und Hausapotheke - Helmut Göppel, Sabine Kirschner

Heilende Öle. Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel - Günter Albert Ulmer

Pflanzenöl. Anbau & Verarbeitung der gängigen Ölpflanzen - Harald Löw



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